


Für die versierten Reiter hatte Ingo mit viel Einfühlungsvermögen und gewohnt präzise zwei unterschiedliche Routen von 19 km Länge ausgearbeitet, die eine Marschzahlenstrecke und eine Koordinatenaufgabe beinhalteten. Die TREC-Einsteiger wurden etwas mehr geschont, ihre 17 km lange Strecke orientierte sich größtenteils an schönen, gut zu reitenden Wegen.
Am Ziel hatte jeder Teilnehmer dann noch einen 8teiligen Hindernisparcours zu absolvieren.
Pünktlich um 11 Uhr ging der erste Reiter auf die Strecke, und vor Einbruch der Dunkelheit waren alle Pferde wieder wohlbehalten am Stall zurück. Reiter, Begleiter und Helfer konnten sich dann in der weihnachtlich hergerichteten Sattelkammer von Familie Meyer einem überaus gut sortierten Buffet widmen, das keine Wünsche offen ließ, denn alle Teilnehmer hatten je nach persönlicher Vorliebe reichlich Kuchen oder Herzhaftes zu dieser Tafel beigesteuert.
Die ohnehin ausgelassene Stimmung erreichte ihren Höhepunkt, als die mitgebrachten Schrott-Wichtelgeschenke ausgepackt wurden: Weihnachtskugeln, Thermobecher oder Brillenhalter kamen zum Vorschein und erfreuten ihre neuen Besitzer. Ein großer stacheliger Ohrenkaktus, ein bunter Honolulu-Sonnenschirm oder auch Skilanglaufstiefel, die niemandem passten, trugen eher zur Belustigung bei. Wie beim Wichteln üblich, durfte später nach Herzenslust getauscht werden. "Wer hat denn diese ollen Fliesen oder das uralte braune Halfter verschenkt", "der Becher kommt mir bekannt vor, den hab ich doch letztes Mal selbst verwichtelt" solche oder ähnliche Sprüche trugen zur allgemeinen Erheiterung bei.

